Die Montessori-Pädagogik ist eine weltweit verbreitete und eine international anerkannte Pädagogik.
Im Vordergrund stehen:
  • Die Beziehung zum Menschen im Ganzen, unabhängig von Alter, soziokultureller Zugehörigkeit und weltanschaulicher Gebundenheit.
  • Grundlegende anthropologische und erziehungstheoretische Überlegungen.
  • Erziehungspraktische Hinweise, Methoden und Materialien, die ein konkret-anschauliches, aktiv-handelndes und selbstständiges Lernen ermöglichen.
  • Arbeit mit umfangreichem Material für die Übungen des praktischen Lebens, die Schulung der Sinne, die Entwicklung der Sprache, den Aufbau mathematischen Denkens und die kosmische Erziehung.
Drei Kernpunkte der Montessori-Pädagogik sind:
  • Die sensiblen Phasen in der kindlichen Entwicklung, in denen das Kind eine besondere Empfänglichkeit für den Erwerb bestimmter Fähigkeiten hat.
  • Die vorbereitete Umgebung, die Anregungen bereithält und die Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung bietet.
  • Die Beobachtung der individuellen Neigungen, Vorlieben, Interessen und Begabungen der einzelnen Kinder, um diese durch entsprechende Angebote zu fördern.
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Die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ist der Austausch von Erfahrungen, Wünschen und Erwartungen, damit für alle die Kindergartenzeit wertvoll in Erinnerung bleibt.

Wir möchten den Kindern die Hilfe und Möglichkeiten anbieten, die sie für ihre Eigenentwicklung brauchen, um somit selbst tätig zu werden.
Die gesamte Ausstattung des Kindergartens ist deshalb den Bedürfnissen der Kinder angepasst, um ihnen Sicherheit, Überschaubarkeit und Entscheidungsmöglichkeit zu geben.

Dabei steht nicht das Leistungsprinzip im Vordergrund, sondern die Förderung der Gesamtpersönlichkeit.

Ich
Der Eintritt des Kindes in den Kindergarten ist der erste große Übergang in seiner Lebensgeschichte und somit für das Kind und seine weitere Persönlichkeitsentwicklung bedeutsam und wichtig.
Die Trennung aus dem familiären Raum stellt hohe Anforderungen an das Kind. Es beginnt, neue Beziehungen und Kontakte aufzubauen und zu gestalten. Es versucht, seine Position in der neuen Gruppe zu finden.
Dies erfordert Initiative und Entscheidungkraft jedes einzelnen Kindes. Wir Erzieherinnen geben Orientierungshilfen und vermitteln durch unsere persönliche Beziehung Geborgenheit und Bejahung.

Du
Die Kinder regen sich gegenseitig an zu Fragen, zur Beobachtung, zur Bewegung und zum Spiel, zum Lernen am Material, zu sozialer und emotionaler Auseinandersetzung.
Die unterschiedlichen Spielangebote wie z.B. Montessori-Material, Bauecke, Kuschelecke, Bilderbuchecke und Angebote wie Lieder, Fingerspiele, Kreisspiele und Basteln zielen darauf ab, den Kindern zu einem positiven Miteinander in der Gruppe zu verhelfen.

Wir
Die Gruppe als soziales Gebilde vermittelt den Kindern vielfältige Erfahrungen und bildet zugleich die Grundlage für Wertvorstellungen im Zusammenleben. Bei Konflikten vermitteln wir nur so weit, dass eine Lösung durch die Gruppe ermöglicht wird.
Wir wollen diesem Miteinander einen Raum schaffen, eine Atmosphäre, in der die Kinder erleben können, dass sich der Wert eines Menschen nicht an seinen kognitiven Fähigkeiten oder an seinem äußeren bemessen lässt.

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Kinder wollen spielen - aber nicht immer.
Sie wollen auch arbeiten, Aufgaben verantwortlich übernehmen und sich in realen Lebenssituationen behaupten.

Die Freiarbeit ist das Kernstück der Montessori-Pädagogik. Deshalb haben wir eine große Vielfalt von Materialien, mit denen Kinder ihr Selbsttun üben können und die ihnen zur wachsenden Selbstständigkeit im praktischen Leben verhelfen.
Die Kinder können mit dem Material selbstständig arbeiten und ihre Lernerfolge kontrollieren. Sie bestimmen auch selbst über Arbeitsrhythmus, Arbeitsdauer, Lerntempo und ob sie allein oder mit Partnern arbeiten wollen.

Bei uns können die Kinder Schuhe putzen, Wäsche waschen, Kerzen anzünden, gießen, schütten, mit Pinzetten hantieren, knöpfen, kämmen, sich rasieren, Schleife üben, Reißverschlüsse auf- und zumachen und vieles mehr.

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Maria Montessori hat Materialien entwickelt, die dem Erlernen ganz spezifischer Aufgaben über manuelle Tätigkeit und Erfahrung mit den Sinnen dienen.
Die Kinder lernen dabei, wichtige Zusammenhänge zu begreifen, z.B. Geräusche und Gerüche zu unterscheiden und zu paaren, Stoffe und Gewichte durch Fühlen zu unterscheiden und zuzuordnen.
Sie können mit geometrischen Formen experimentieren. Da gibt es Holzzylinder, Farbtäfelchen, Tastbretter und vieles mehr.

Mathematisches Material
Der Übergang zum abstrakten Denken kann nur gelingen, wenn vorher ein sicheres Fundament konkreter Erfahrungen gelegt wurde. Die Kinder können bei uns tausend Perlen in die Hand nehmen, Mengen mit Spindeln oder Muscheln bilden, das Dezimalsystem, die Zahlen bis hundert kennen lernen, usw.

Sprachmaterialien
Das Schreiben schließt eine manuelle und eine geistige Tätigkeit ein, die unabhängig voneinander vorbereitet werden müssen. Die metallenen Einsätze bereiten die Hand auf Kontrolle und exakte Bewegung vor.
Bei den Sandpapierbuchstaben wird der Seh-, Tast-, und Gehörsinn aktiviert.

Kosmisches Material
Die Welt in den Händen halten und Wasser spüren, Schmetterlingseier betrachten. Wie kommt das Salz ins Meer, wo schläft die Sonne in der Nacht, welches ist das schnellste Tier der Welt und warum wackelt mein Zahn?
Uns ist es wichtig, auf diese Fragen und die Wunder der Natur einzugehen, den Kindern mit Naturmaterialen, Bilderbüchern und Ansichtsmaterial die Zusammenhänge und Prozesse so ganzheitlich und vollständig wie möglich erleben zu lassen.

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Es geht uns darum, das Spiel der Kinder zu beachten und zu achten und den notwendigen Freiraum dafür zu schaffen.
Kinder spielen mit allen Dingen in ihrer Umwelt, von denen sie sich angesprochen oder aufgefordert fühlen.
Dieses spontane Tätigsein ist kein belangloses Handeln. Im Spiel suchen die Kinder nach einem Ausdruck ihrer inneren Befindlichkeit.

In der Kuschelecke oder im Kletterhaus können die Kinder ihre Erlebnisse, Wünsche und Phantasien verarbeiten, sich verkleiden, Höhlen bauen oder sich einfach ausruhen.
Unser Flur eignet sich gut, um z.B. Papierflieger auszuprobieren oder eine Zirkusvorstellung zu geben. Zum Burgen bauen, Eisenbahn fahren, Phantasielandschaften erschaffen ist Platz in der Bauecke.
Am Bastel- und Maltisch können die Kinder mit verschiedenen Maltechniken experimentieren, sich etwas zum Basteln aussuchen und dies mit oder ohne Anleitung fertig stellen.
Wir bieten den Kindern auch Regelspiele an, wie z.B. Farb- Karten- und Würfelspiele.
Zu den jeweiligen Rahmen- und Projektthemen gibt es entsprechende Materialien zum Anschauen und Ausprobieren.

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Jedes Kind verfügt bei Eintritt in den Kindergarten bereits über sprachliche Fähigkeiten, geprägt durch dessen Lebensumfeld (sozio- kulturell) und den individuellen Entwicklungsstand.

Der Kindergarten ist, neben Familie und Umwelt, eine sehr wichtige "Station" der Sprachentwicklung und -förderung.

Sprechen soll Freude machen und zur Selbstständigkeitsentwicklung beitragen. Wir wünschen uns, dass Ihre Kinder mit Neugier und Interesse an der Welt des Sprechens teilnehmen.

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Für Maria Montessori war die religiöse/ christliche Erziehung ein wichtiges Anliegen. Ausgangspunkt ist das "religiöse Bedürfnis" der Kinder, d. h. das kindliche Eigeninteresse an Religion.

Jedes Kind fragt im Laufe seiner Entwicklung nach Ursprung und Ziel des Lebens, nach Glück und Leid, nach Gut und Böse, nach Tod und Liebe.
Grunderfahrungen eigener Lebenswirklichkeit erwirbt das Kind vielfach über die Beobachtung und Anschauung von Naturprozessen.

Uns ist es wichtig, das Verbundensein und Sich-Einsfühlen des Kindes mit der "Natur" ganzheitlich erleben zu lassen.
Darüber hinaus entdecken wir im Kind eine Freude an der Schöpfung und an den Festen und Feiern seiner Umwelt. Dies geschieht durch:

  • Anschauung und Berührung mit Naturmaterialien
  • Beobachtungen in der Natur
  • Sinnesübungen im Fühlen, Hören, Sehen, Riechen, Schmecken
  • Bewegungs- ,Tanz - und Identifikationsübungen: z. B. spielen die Kinder das Wachsen einer Sonnenblume oder den jahreszeitlichen Verlauf eines Baumes
  • Gestalten: Malen der Eindrücke und Erlebnisse
  • Bilderbücher, Geschichten und Gespräche
  • Lieder und Musik
  • Erzählungen, z.B. der St. Martins- und Weihnachtsgeschichte
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Ziel ist es, das Interesse des Kindes an der Umwelt und der Natur zu wecken und zu fördern.

Das Kind soll dabei die Zusammenhänge, Verflochtenheiten, Abhängigkeiten und Prozesse so ganzheitlich und vollständig wie möglich erleben und verfolgen können.

Die Basis dafür ist die Wahrnehmung unserer Umwelt mit allen unseren Sinnen:

  • Sich über Schönheit und Vielfalt der natürlichen Umgebung freuen und darüber staunen
  • Sensibilität für Naturerlebnisse entwickeln
  • Verständnis für die Lebenszusammenhänge entwickeln (sich selbst als Teil eines Ganzen verstehen)
  • Sensibilität für die Schonung unserer Lebensgrundlagen entwickeln
  • Verantwortung eines jeden einzelnen wahrnehmen
  • Einstellungen und Wissen in umweltrelevantem Handeln erkennen lassen
  • Erstes umweltrelevantes Wissen erwerben
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